Energiemanagement dominiert die Heiztechnik 2020

Energiemanagement dominiert die Heiztechnik 2020

Neben der Austauschpflicht für Ölheizungen, die älter als 30 Jahre sind, wird es eine weitere Veränderung in der Heiztechnik 2020 geben: Das (smarte) Energiemanagement. Das gesteigerte Umweltbewusstsein der Verbraucher, aber auch die enormen Einsparpotenziale durch effiziente Heiztechniken machen ein intelligentes Energiemanagement besonders attraktiv.

Gasheizungen sind derzeit noch am stärksten verbreitet

Die Absatzzahlen der Wärmeerzeuger 2018 zeigten, dass in Deutschland die Gasheizung noch dominiert, gefolgt von Ölheizungen, Biomassekessel und Wärmepumpen. Daraus ergibt sich ein großes Spar- und Optimierungspotenzial für die Heiztechnik 2020. Experten gehen davon aus, dass 60 Prozent der Heizungsanlagen ineffizient sind. Entweder aufgrund veralteter Technik oder ineffektivem Nutzungsverhalten.

Ein smartes Energiemanagement sowie die Umstellung auf Brennwerttechnik können jedoch Abhilfe schaffen. Veraltete Heizmethoden, die sich auf den reinen Heizwert beziehen, messen ausschließlich die Wärme, die beim Verbrennen des jeweiligen Brennstoffs entsteht. Die Brennwerttechnik geht hier einen Schritt weiter.

Umrüsten auf Brennwerttechnik lohnt sich

Bis zu 30 Prozent des Energieverbrauchs können durch das Umrüsten von einer alten Öl- oder Gasheizung auf Brennwerttechnik eingespart werden. Die Brennwerttechnik legt Wert darauf, das maximale Heizpotenzial des jeweiligen Brennstoffs auszuschöpfen. Dies wird erreicht, indem das Gerät auch die Abwärme oder die Kondensationswärme der bei der Verbrennung entstehenden Gase für die Beheizung nutzt. Darüber freut sich nicht nur der Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Effiziente Heiztechnik ist Teil des Klimaschutzes

Naturschutz-Schild
Teil des Klima- und Naturschutzes: Effiziente Heiztechnik

Wenn Sie auf effiziente Heiztechnologien umsteigen, reduzieren Sie nicht nur Ihre Ausgaben für Energie, sondern auch Ihren CO2-Ausstoß. Der Wechsel zu erneuerbaren Energien, etwa durch die Einbindung von Solarenergie bei der Wärmeerzeugung, aber auch das Austauschen einer alten Heizungspumpe leistet bereits einen nachhaltigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele.

Lohnenswert kann auch die Überprüfung einer allgemeinen Haussanierung sein. Denn nicht zwangsläufig ist die Heizungsanlage schuld für ineffizientes Heizen. Auch undichte Fenster, zu große Türspalten oder schlecht gedämmte Dächer und Fassaden können zu einem Wärmeverlust führen.

SmartHome-Geräte unterstützen moderne Heiztechnik 2020

Intelligente Thermostate, die per GPS-Ortung erkennen, wenn der Hausherr auf dem Heimweg ist, um dann die Wohnung schon einmal vorzuheizen, sind längst kein Zukunftsszenario mehr. Auch wenn sich aktuell eher intelligente Beleuchtungen, smarte Lautsprecher und Sprachassistenten besonders großer Beliebtheit erfreuen, rechnen Experten damit, dass das smarte Energiemanagement künftig immer stärker in den Fokus rücken wird.

Eine Erhebung von Statista ergab, dass Produkte aus dem SmartHome Energiemanagement im Jahr 2018 einen Umsatz von rund 417 Millionen Euro generiert haben. Im Jahr 2020 wird bereits ein Umsatz von etwa 603 Millionen Euro erwartet und bis zum Jahr 2023 rechnen die Experten mit circa 840 Millionen Euro.